Den Einzelnen und die Gruppe im Blick“, ist ein wichtiges Motto an der Soester Hannah-Ahrendt-Gesamtschule. Besonders wichtig ist dies gleich im ersten Jahr, wenn es darum geht, die Schülerinnen und Schüler aus insgesamt 20 Grundschulen möglichst von Beginn an individuell zu fördern. Ein wichtiges Hilfsmittel ist dabei der Duisburger Sprachentest im Fach Deutsch, der es weiterführenden Schulen ermöglicht, bei Eintritt in die Klasse 5 den Sprachstand ihrer Schüler sowie die Rechtschreibleistung einzuschätzen und sprachlichen Förderbedarf zu erkennen. Der Test besteht aus Testfragen zu den Kategorien Hörverstehen, Leseverstehen, Grammatik, Satzbau und Wortschatz. Wichtig daran: Er ist nicht auf Theorie, sondern auf die Schulpraxis hin orientiert.

Doch nur mit einer Einstufung – Noten gibt es nicht bei diesem Test - im Fach Deutsch gibt man sich an der Gesamtschule nicht zufrieden. „Ziel der pädagogischen Diagnostik ist es, Klarheit zu gewinnen über den bereits erreichten Entwicklungsstand des Schülers und über seine entwicklungsfähigen Potentiale“, erklärt die Didaktische Leiterin Dr. Maria Kirsch. Und deshalb absolvieren die Schülerinnen und Schüler zwei weitere Teste in den Fächern Mathematik und Englisch. Ausnahme hierbei: Diese wurden von den jeweiligen Lehrenden entwickelt. Allerdings nicht willkürlich, sondern
beide orientieren sich an den Lehrplänen der Grundschulen, wobei im Mathematik auch die Lernstandserhebung Vera einbezogen, in Englisch besonders viel Wert auf das Hörverständnis gelegt wird.

Diese Tests haben für uns den großen Vorteil, dass wir sehr schnell sehen, wo bei den Schülern Förderungsbedarf besteht, und bei wem wir auf welche Voraussetzungen aufbauen können bzw. welche wir schaffen müssen“, so Birgit Hoppe, die Mathematik und Deutsch in der Jahrgangsstufe unterrichtet.

Beim Duisburger Sprachentest gibt es eine zweite Auswertung durch die Universität Essen-Duisburg, die diesen Test entwickelt hat. „Wir können dann auch sehen, wie unsere Schützlinge im Landesvergleich sowohl aller Schulen, als auch der verschiedenen Schultypen abgeschnitten haben“, so Dr. Kirsch. „Wir haben eine sehr heterogene Schülerschaft, auch bezogen auf Begabungen. Und da bei uns alle Abschlüsse möglich sind, ist die individuelle Förderung ohnehin eine Grundvoraussetzung um die Schülerinnen und Schüler entsprechend zu fördern, aber auch zu fordern.“

Deshalb gibt es eben eine starke Differenzierung im Unterricht, also Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad nach der Devise „Alle machen das Gleiche, aber nicht dasselbe!“ „Natürlich gibt es unterschiedliche Lehr- und Lernmethoden, also selbstständiges Lernen und Lernen mit Unterstützung, in den Tischgruppen wird nach dem Motto gelernt Helfen und Helfen lassen, zudem bieten wir spezielle Förderangebote an. Und in der Lernzeit haben die Lernenden die Möglichkeit, nach dem normalen Unterricht mit Begleitung zu lernen. Letzteres darf aber nicht als Nachhilfe fehl verstanden werden“, so die Didaktische Leiterin.

Auch wenn die jeweils 90 Minuten eine hohe Konzentration von den Schülern und Schülerinnen fordert, war das für sie kein Problem „Es hat großen Spaß gemacht“, so die zehnjährige Jolie aus der 5.1. „In Deutsch haben wir neben anderen Aufgaben eine Geschichte gehört, und mussten nachher Fragen dazu beantworten.“ Und ihre Klassenkameradin Celina (10) stimmt ihr zu: „Die Geschichte war nicht zu schwer, und wir hatten auch jeweils genügend Zeit, die Fragen zu beantworten.“ Wek

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